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GESCHICHTE 

DIE HL. KATHEDRALKIRCHE

ZU ASIDONIA-JEREZ

(RÖMISCH-KATHOLISCH)

    Die Kathedrale von Jerez de la Frontera ist die ehemalige Kollegiatkirche, die von Seiner Heiligkeit dem Papst Johannes Paul II. durch die Bulle “Archiepiscopus Hispalensis” am 3. März 1980 zur Kathedrale erhöht wurde. Sie steht unter dem Patronat Unseres Herrn des Heilands. Als Kathedrale des neuen Bistums von Asidonia–Jerez,  wurde sie  am 29. Juni 1980 mit dem Einzug des ersten Bischofs, Monsignore Rafael Bellido Caro, auch zum Ort, wo  die Gründungsbulle als Diözese verkündet wurde. Der jetzige Bischof ist Monsignore José Mazuelos Pérez. 

     Die Gründung des Kollegiatkapitels geht bis zur Wiedereroberung von Jerez durch die Christen am 9. Oktober 1264 zurück. Es ist dokumentiert, dass es schon bestand, als am 23. September 1265 König Alfons X., der Weise, ein Stiftungsprivileg ausstellte. Es bestand  im Laufe seiner Geschichte aus einem Abt und bis zu zehn Domherren.

        Ein Kardinal und einige Bischöfe waren ehemalige Mitglieder des Kapitels; andere hingegen sind wegen ihrer hohen Bildung und ihrer mildtätigen Werke in die örtliche Geschichte eingegangen. Das Kollegiatkapitel wurde (am 26. Mai 1984) durch die päpstliche Bulle Johannes Paul II. aufgelöst, und ein Domkapitel wurde eingeführt. Dieses besteht aus zwölf Domherren, welche die verschiedenen Ämter des Kapitels ausüben.

         Das Kollegiatkapitel unternahm am 9. Mai 1695 den Bau eines neuen Tempels, dessen Bauplan darauf hindeutet, dass es vom Baumeister von Jerez, Diego Moreno Meléndez  (†1700)  stammt.  Der Bau wurde dank der groβen Widmung und Opfer der Domherren während  80 Jahren ausgeführt. Die Kosten wurden mit Gütern des Kardinal Arias und später mit  einer beträchtlichen päpstlichen und königlichen Unterstützung getragen, bis der ganze Tempel am 6. Dezember 1778 eingeweiht wurde, doch bereits am 16. Juni 1756 wurde die Hälfte des Gebäudes schon für den Gottesdienst genutzt. Bauleiter waren die Meister Ignacio Díaz de los Reyes (†1748), Juan de Pina (†1778) und Miguel de Olivares, der unter der Leitung von Torcuato Cayón de la Vega stand.

          Vom  ehemaligen Tempel, der 1695 zerstört wurde, bleibt nur noch der freistehende Turm. Dieser besteht aus zwei Teilen: der untere, im gotisch-mudejar-Stil, stammt aus dem 15. Jh., und der obere wurde von Juan de Pina im 18. Jh.  ausgeführt.

           Es sollte eine groβe und prächtige Kirche werden, wie jene, die es schon in der Stadt gab, wie San Miguel und Santiago (Jakobuskirche), und die auch würdig sei, eines Tages Kathedrale zu werden. 1580 und 1781 wurden von Jerez aus  Bitten an die spanische Krone zur Gründung eines neuen Bistums erhoben. Aber erst 1980 konnte dieser Wunsch in Erfüllung gehen.

          So wurde die Diözese Asidonia-Jerez gegründet.  Warum bekam die neue Diözese diesen Namen? Es ist einer der ältesten Namen für die Stadt Medina Sidonia, die als phönizische Gründung gilt. Der Name Sidonia kommt aus “Sidón”, der berühmten phönizischen Stadt.

            Während der arabischen Herrschaft gab es eine Provinz namens Sidonia, deren erste Hauptstadt Medina Sidonia war. Später wurde Saris (Jerez) ihre Hauptstadt.

            Zur Zeit der Westgoten und der Araber gab es in der Hauptstadt Medina Sidonia ein Bistum, Asidonense genannt, das 1146 mit der Eroberung durch die Almohaden ausgelöscht wurde. Der Heilige Stuhl hat jedoch den Titel Asidonense weiterhin bis zur Errichtung des jetzigen Bistums an die amtstragenden Bischöfe verliehen.

            Das durch päpstliche Bulle  am 3. März 1980 errichtete Bistum Jerez trägt heute die Bezeichnung  Asidonense-Jerezano, um an jenes  Bistum zu erinnern, zu dem diese Gegend gehörte.

            Es handelt sich um einen großräumigen barocken Tempel,  dessen äußeres Erscheinungsbild durch charakteristischste Elemente geprägt wird, die man schon aus hunderten von Metern unterscheidet, wie die riesige Kuppel des Querschiffs, den Turm, die Strebebögen und die reichen barocken Fassaden.

             Auβerdem ist die äußere Verzierung eines der wichtigsten Merkmale des Gebäudes,  besonders die der Fassaden. Es gibt davon drei, alle mit korinthischen Säulen und einer Vielfalt von in den Stein gehauenen Flachreliefs.

         Die Hauptfassade ist natürlich die eindrucksvollste. Ihre Erscheinung ist noch imposanter, weil sie auf einer Anhöhe liegt und deren Zugang nur durch Treppen möglich ist.  Diese Fassade hat drei abgeplattete Pforten, jeweils mit kreisrunden Ochsenaugen versehen und mit einer prächtigen Mischung aus barocken Verzierungen und Säulen.

        Die Kathedrale besteht aus fünf Schiffen. Die Decken der Seitenschiffe sind mit einfachen Kreuzgewölben versehen, und die Decken des Mittel- und Querschiffs tragen prachtvolle Verzierungen. Diese kombinieren Barockelemente des 18. Jhs mit klassizistischen Elementen unter einer gotischen Struktur, die trotz der Stilmischung  Harmonie und Gleichgewicht in ihrer Monumentalität schafft.

        Im Inneren fällt das Eintrittsportal zur Sakristei auf, das in Stein und Jaspis gemeißelt ist.

        Der Tempel ist in viereckigem Grundriss entworfen. Er ist durch dicke Pilaster in fünf Schiffe geteilt. Dazu kommt noch ein sechstes Schiff, das Querschiff.

       In der Vierung zwischen dem Mittelschiff und dem Querschiff hebt sich die achteckige Kuppel empor, innen rund, mit einem sehr groβen Ring über dem Raum. Die Kuppel ist mit einer Laterne (Kuppelchen) gekrönt.

       An der Auβenseite stehen über den Kanten des Achtecks schöne übergroβe steinerne Statuen, welche die Kirchenlehrer der römischen Kirche darstellen.

        Die Höhe der Wölbungen beträgt:  20 m das Mittelschiff und das Querschiff; 13 m die nächstliegenden Seitenschiffe und 8 m die äuβeren Seitenschiffe, die scheinbare Kapellen sind.  Die Kuppel ist vom Boden aus gemessen 40 m hoch.

         Das Gebäude ist aus Stein, auβer den Wölbungen der Seitenschiffe, die aus Ziegeln sind. Der Stein stammt aus dem Gebirge San Cristóbal, das in der Gegend liegt.

        Die Kosten für den langjährigen Bau des Tempels wurden vorwiegend von den spanischen Königen Carlos II., Luis I., und Carlos III. getragen, welche Teile vom Zehnt des Weines dieser Gegend für den Bau bewilligt haben. Die Päpste Innozenz XIII. und Benedikt XIII. trugen auch durch die Einnahme der in den Hl. Messen sogenannten  erlangten Gnaden dazu bei.

   

 

 

 

 

 

 

 
   
   
    KATHEDRALKIRCHE ZU JEREZ    Plaza Encarnación, s/n,   -  11.403  JEREZ DE LA FRONTERA (Cádiz) [SPANIEN]    

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